Warum in die Ferne schweifen wenn das Gute liegt so Nah? So könnte das Motto unserer 2019er Winterwanderung lauten, denn wir mussten nur zum Bahnhof Obertshausen laufen und mit der S-Bahn nach Frankfurt-Luisa fahren und schon waren wir am Startpunkt unserer Winterwanderung auf dem Schäfersteinpfad.

Der Schäfersteinpfad ist ein historischer Grenzweg aus dem 15. Jahrhundert in der Stadt Frankfurt am Main. Der Pfad markierte seit dem Jahr 1484 die Flurstücksgrenze zweier als Viehweide genutzter bewaldeter Gebiete (Hutewald) im Frankfurter Stadtwald – die der Stadt Frankfurt und die der in Sachsenhausen ansässigen Kommende des Deutschen Ordens. Seit dem 20. Jahrhundert wird der Schäfersteinpfad als Rundwanderweg genutzt. Er führt entlang der an ihren historischen Standorten erhalten gebliebenen Grenzsteine aus dem späten 15. Jahrhundert.

    

Entlang des Pfades standen ursprünglich 60 Grenzsteine aus Basalt, Schäfersteine genannt, von denen knapp 50 erhalten geblieben sind. Das Material dafür stammt wahrscheinlich aus einem seit dem Mittelalter genutzten, direkt am Pfad gelegenen Basalt-Steinbruch, der Schwarzsteinkaut, auf die bis heute der Straßenname Schwarzsteinkautweg hinweist. Die Grenzsteine dienten der räumlichen Orientierung der dort tätigen Viehhüter – darunter die namensgebenden Schäfer – damit diese das von ihnen beaufsichtigte Nutzvieh nicht versehentlich auf fremdem Territorium weiden ließen.

Obwohl wir auf unserer Wanderung einige dieser Grenzsteine am Weg entdecken konnten, mussten wir uns nicht nur auf diese Wegmarkierungen verlassen, denn unser Orgateam, Ingrid und Reinhold Gamer, hatte folgende Wanderroute ausgemacht und, zur Sicherheit, mit dem "Navi" geführt:

Die gesamte Wanderung war circa 20km lang und wir waren gut 2 Stunden im Frankfurter Stadtwald unterwegs bis wir unser Etappenziel an der Oberschweinstiege erreicht hatten. Dort hatten sich bereits die "Autofahrer" eingefunden die direkt zum Parkplatz gekommen waren.

    

Die Oberschweinstiege zeigte sich, mit guten Speisen und schönem Ambiente, als optimaler Abschluß für unsere Wanderung bei der wir mit 16 Teilnehmern, davon 10 "echte" Wanderer, wieder eine schöne "Truppe" für unsere Winterwanderung begeistern konnten.